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Eine Website ohne Wartung geht nicht mit einem Knall kaputt. Sie wird leise schlechter: ein Plugin bleibt auf einer alten Version, ein Zertifikat läuft auf sein Ende zu, der Server antwortet immer öfter langsam, und irgendwann kommen Mails nicht mehr an. Von außen sieht die Seite dabei monatelang normal aus.
Wie oft so etwas wirklich passiert, mussten wir nicht schätzen. Unsere Überwachung beobachtet 46 Websites aus unserem Umfeld rund um die Uhr, betreute wie unbetreute. Dieser Beitrag zeigt die Messwerte aus einem Monat, vom 24. Juli bis zum 24. August 2026, und was daraus folgt.
Die kurze Antwort
Ohne Wartung merkt niemand, wenn etwas ausfällt. In einem Monat hat unsere Überwachung 198 Störungen auf 36 der 46 beobachteten Websites registriert. Die meisten waren kurz und harmlos. Aber 53 dauerten länger als eine Viertelstunde, 5 länger als eine Stunde, und der längste Ausfall über sechs Tage. Gemerkt hätte ihn ohne Überwachung: niemand. Wer auf seiner Website Anfragen oder Bestellungen empfängt, verliert in solchen Tagen Kunden, ohne es zu wissen.
Was ist in einem Monat auf 46 Websites passiert?
Die nüchterne Bilanz aus dem Zeitraum 24.07. bis 24.08.2026:
| Messwert | Ergebnis |
|---|---|
| Beobachtete Websites | 46 |
| Registrierte Störungen | 198, auf 36 Websites |
| Störungen über 15 Minuten | 53 |
| Störungen über 1 Stunde | 5 |
| Längster Ausfall | über 6 Tage |
| Typische Störungsdauer (Median) | 2 Minuten |
| TLS-Zertifikate mit unter 14 Tagen Restlaufzeit | 1 |
| E-Mail-Sicherheit (SPF, DKIM, DMARC) auf Grün | 1 von 46 |
Zwei Dinge daran sind bemerkenswert. Erstens die Verteilung: Störungen sind kein Ausnahmefall, sie treffen in einem einzigen Monat drei von vier Websites. Die meisten dauern nur Minuten, ein Server startet neu, ein Hoster wartet seine Technik. Gefährlich sind die Ausreißer, und die gibt es jeden Monat.
Zweitens die letzte Zeile. Bei der E-Mail-Sicherheit stand im Messmonat eine einzige von 46 Websites auf Grün. 27 standen auf Gelb, 18 auf Rot. Das heißt konkret: Bei fast allen Domains können Fremde den Absender fälschen oder es gehen echte Mails verloren, weil SPF, DKIM oder DMARC fehlen oder falsch stehen. Wie die drei Einträge zusammenspielen, erklärt unser Beitrag SPF, DKIM und DMARC, prüfen kannst du deine Domain kostenlos mit dem DMARC-Check.
Warum trifft es WordPress-Websites besonders?
Weil die Angriffsfläche mit jedem Plugin wächst und die Lücken öffentlich dokumentiert werden. Der Sicherheitsanbieter Patchstack zählt in seinem Jahresbericht 2026 für das Jahr 2025 11.334 neu entdeckte Sicherheitslücken im WordPress-Umfeld, 42 Prozent mehr als im Vorjahr. 91 Prozent davon stecken in Plugins, nicht im WordPress-Kern. Und 43 Prozent der Lücken lassen sich ohne Anmeldung ausnutzen, also von jedem automatisierten Angreifer, der das Netz nach verwundbaren Versionen absucht.
Die Folgerung daraus ist unbequem, aber einfach: Ein veraltetes Plugin ist keine Schönheitsfrage. Sobald eine Lücke veröffentlicht ist, beginnt ein Wettlauf zwischen deinem Update und den Scannern der Angreifer. Wer Updates „bei Gelegenheit" einspielt, verliert diesen Wettlauf regelmäßig. Woran du schon vor der Installation erkennst, ob ein Plugin gepflegt wird, steht im Beitrag WordPress-Plugin auswählen und prüfen.
Warum merkt der Betreiber nichts davon?
Weil die Website für ihren Betreiber fast immer funktioniert. Du rufst sie vom eigenen Rechner auf, oft aus dem Cache des Browsers, meistens tagsüber. Ein Ausfall um drei Uhr nachts, ein Zertifikatsfehler nur auf dem Handy, ein Formular, das seit dem letzten Update stumm verwirft: All das sieht der Betreiber nicht, seine Besucher aber schon.
Der Sechs-Tage-Ausfall aus unserer Messung ist dafür das beste Beispiel. Kein Anruf, keine Beschwerde, keine Fehlermeldung im Postfach. Besucher, die eine tote Seite sehen, melden sich nicht, sie gehen zum nächsten Treffer bei Google. Genau deshalb ist Überwachung der Kern jeder Wartung: Nicht das Beheben ist der Engpass, sondern das Bemerken.
Was gehört zu echter Wartung?
Wartung ist mehr als „Updates einspielen". Aus unserer Arbeit an den betreuten Websites besteht sie aus fünf Teilen:
- Überwachung: Erreichbarkeit, Antwortzeit, TLS-Zertifikat und Domain-Laufzeit werden automatisch geprüft, rund um die Uhr. Im Messmonat lief genau ein Zertifikat auf unter 14 Tage Restlaufzeit zu. Aufgefallen ist es der Überwachung, nicht einem Menschen.
- Updates mit Rückweg: Kern, Plugins und Themes aktuell halten, aber mit Sicherung davor. Was zu tun ist, wenn ein Update die Seite lahmlegt, haben wir im Beitrag WordPress down nach Plugin-Update beschrieben. Mit Wartung braucht es diesen Beitrag nicht, weil der Rückweg vorbereitet ist.
- Backups, die zurückspielbar sind: Eine Sicherung, die nie probeweise wiederhergestellt wurde, ist ein Versprechen, kein Backup.
- E-Mail-Gesundheit: SPF, DKIM und DMARC stehen selten von allein richtig, das zeigt die Ampel oben deutlich.
- Ein Mensch, der draufschaut: Automatik erkennt Ausfälle. Ob ein Formular inhaltlich noch das Richtige tut, sieht nur jemand, der die Website kennt.
Was kannst du selbst tun, ohne Vertrag?
Einiges, und wir sagen das genauso im Erstgespräch. Wenn deine Website ein überschaubares Hobby- oder Vereinsprojekt ist: Aktiviere automatische Updates für Kern und Plugins, lösche Plugins, die du nicht nutzt, statt sie nur zu deaktivieren, richte einen kostenlosen Überwachungsdienst ein, der dich bei Ausfall anpingt, und prüfe deine Mail-Einträge einmal mit dem DMARC-Check. Damit bist du besser aufgestellt als die meisten der 46 gemessenen Websites.
Ein Wartungsvertrag lohnt sich dort, wo die Website Geld verdient oder Anfragen bringt. Dann ist die Rechnung einfach: Unsere Wartung beginnt bei 39 € netto im Monat. Der Sechs-Tage-Ausfall aus der Messung kostet einen Betrieb, der über die Website auch nur eine Anfrage pro Woche bekommt, mehr als das ganze Wartungsjahr.
Wie halten wir es selbst?
Alle Zahlen in diesem Beitrag stammen aus unserer eigenen Überwachungsplattform, mit der wir die betreuten Websites im Blick behalten, von der Handwerker-Website bis zum Onlineshop. Die Staffeln heißen Basis, Plus und Premium (ab 39, 129 und 349 € netto im Monat), enthalten Überwachung, Updates mit Sicherung und ein festes Stundenkontingent, und du bekommst einen Ansprechpartner statt eines Ticketsystems.
Wenn du wissen willst, wie deine Website heute dasteht: Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Erreichbarkeit, Updates und Mail-Einträge, und du bekommst eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie lautet, dass dir die automatischen Updates reichen.

