Inhaltsverzeichnis
- Was gehört zur Website-Betreuung?
- Wartung, Pflege, Betreuung: Wo liegt der Unterschied?
- Was kostet Website-Betreuung 2026?
- Selbst machen, Freelancer oder Agentur?
- Woran erkennst du einen guten Anbieter?
- Wem gehören Domain, Zugänge und Backups?
- Wie wechselst du den Betreuer ohne Ausfall?
- Was passiert ohne Betreuung?
Website-Betreuung heißt: Jemand anderes hält deine Website technisch sicher, inhaltlich aktuell und rechtlich sauber, und du hast dafür genau einen Ansprechpartner. 2026 kostet das bei den Anbietern auf Googles erster Seite zwischen 49,90 und 158 € im Monat. Bei uns sind es 39, 129 oder 349 € netto, je nach Größe der Seite. Der Preis sagt wenig, solange du nicht weißt, welche Aufgaben darin stecken und wem am Ende Domain, Zugänge und Backups gehören.
Damit das klar ist: Wir bieten Website-Betreuung selbst an, für WordPress. Dieser Beitrag nennt deshalb unsere Preise neben denen des Markts. Er sagt aber auch, wann du keine Betreuung brauchst.
Was gehört zur Website-Betreuung?
Drei Dinge: die Technik, die Inhalte und die Pflichten, die an einer Website hängen. Am einfachsten sortierst du die Aufgaben danach, wie oft sie anfallen.
Jede Woche
- Updates für System, Plugins und Theme prüfen und einspielen. Bei Seiten, die Geld verdienen, erst auf einer Kopie testen, dann live.
- Backups kontrollieren. Die Frage ist nicht, ob sie laufen, sondern ob sich das letzte wirklich zurückspielen lässt.
- Überwachung auswerten: Ausfälle, Zertifikat, Ladezeit.
Jeden Monat
- Inhalte ändern: Texte, Bilder, Öffnungszeiten, eine neue Seite, eine Aktion.
- Formulare und den Bestellweg einmal selbst durchklicken. Ein Formular, das still nichts mehr zustellt, meldet sich nicht von allein.
- Die Seite auf Schadcode prüfen.
- Ein kurzer Bericht: Was wurde gemacht, was steht an.
Einmal im Jahr
- Rechtstexte und Einwilligungsbanner gegen den Stand der Seite halten. Neue Dienste bringen neue Pflichten mit.
- Barrierefreiheit in einer Stichprobe prüfen. Seit dem 28.06.2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Websites, auf denen Verbraucher Verträge schließen.
- Domain, Zertifikate und gekaufte Lizenzen durchgehen: Laufzeit, Inhaber, Zahlungsmittel.
- Die E-Mail-Absicherung der Domain prüfen, also SPF, DKIM und DMARC.
Warum der Wochentakt? Weil die Lücken schneller kommen, als die meisten denken. Der Sicherheitsanbieter Patchstack zählt in seinem Jahresbericht 2026 für das Jahr 2025 11.334 neu entdeckte Sicherheitslücken im WordPress-Umfeld. 91 Prozent davon stecken in Plugins, und 43 Prozent lassen sich ohne Anmeldung ausnutzen.
Wie sich das im Alltag zeigt, haben wir selbst gemessen. Auf 46 überwachten Websites gab es in einem Monat 198 Störungen. Der längste Ausfall blieb über sechs Tage unbemerkt. Die Zahlen stehen im Beitrag Was passiert mit einer Website ohne Wartung?.
Wartung, Pflege, Betreuung: Wo liegt der Unterschied?
Wartung hält die Software am Laufen: Updates, Backups, Sicherheit, Überwachung. Pflege kümmert sich um das, was Besucher sehen: Texte, Bilder, neue Seiten. Betreuung ist beides aus einer Hand, mit einem Menschen, der die Seite kennt und ans Telefon geht.
In Angeboten gehen die drei Wörter durcheinander. Frag deshalb nie nach dem Wort, sondern nach der Liste: Sind Änderungen enthalten, und wie viele Minuten im Monat? Was ein Vertrag darüber hinaus regeln sollte, steht im Beitrag WordPress-Wartung: Kosten 2026.
Was kostet Website-Betreuung 2026?
Wir haben am 20.09.2026 die zehn Anbieter ausgewertet, die Google für „Website Betreuung“ auf der ersten Seite zeigt. Das Ergebnis:
- Sechs von zehn nennen keinen Preis. Du erfährst ihn erst im Gespräch.
- Vier nennen einen Einstieg: 49,90 €, 50 €, 129 € und 158 € im Monat, jeweils netto.
- Wer Stunden mitkauft, zahlt deutlich mehr: 395 € für fünf und 790 € für zehn Stunden im Monat.
- Ein Anbieter berechnet für die Übernahme einer bestehenden Website einmalig 290 bis 390 €. Ein anderer bindet dich drei Monate.
Zusammen mit den Update-Paketen der Hoster ergibt das vier Modelle:
| Modell | Preis im Monat | Änderungen |
|---|---|---|
| Update-Automat | 10 bis 25 € | nicht enthalten |
| Betreuung, Einstieg | 39 bis 158 € | 30 Minuten bis 2 Stunden |
| Betreuung mit Stundenpaket | 395 bis 790 € | 5 bis 10 Stunden |
| Nach Aufwand | kein Fixpreis | jede Änderung einzeln |
Der Automat ist kein schlechtes Produkt, er ist nur ein anderes: Er spielt Updates ein und sichert. Ändern musst du selbst, und anrufen kannst du niemanden, der deine Seite kennt. Ab der ersten Änderung im Monat ist die Betreuung oft günstiger als der Automat plus Stundensatz.
Unsere drei Stufen liegen im zweiten Modell:
- Basis ab 39 €: 30 Minuten Änderungen im Monat.
- Plus ab 129 €: zwei Stunden, wöchentliche Updates auf einer Testkopie, jährliche Stichprobe zur Barrierefreiheit.
- Premium ab 349 €: fünf Stunden, Hosting in Deutschland, Reaktion innerhalb von vier Stunden.
Alle Stufen sind monatlich kündbar. Die Einzelheiten stehen bei den Paketen, alle anderen Preise auf der Preisseite.
Was würde Betreuung für deine Seite kosten?
Schick uns den Link. Wir schauen auf Technik, Inhalte und Pflichten und nennen dir am selben Werktag die Stufe, die passt. Auch dann, wenn die Antwort lautet: Das schaffst du selbst.
Selbst machen, Freelancer oder Agentur?
Das hängt an einer Frage: Verdient die Seite Geld, direkt oder über Anfragen?
- Selbst, wenn die Seite klein ist, keine Bestellungen oder Buchungen annimmt und du die Updates wirklich jede Woche einspielst. Rechne mit ein bis zwei Stunden im Monat, und übe einmal, ein Backup zurückzuspielen.
- Hoster-Paket, wenn es dir nur um Updates und Sicherungen geht. Inhalte und ein Ansprechpartner für die Seite sind dort nicht dabei.
- Freelancer, wenn du einen festen Menschen mit kurzen Wegen willst. Frag nach der Vertretung bei Urlaub und Krankheit.
- Agentur, wenn an der Seite Anfragen, Buchungen oder ein Shop hängen und mehrere Fächer zusammenkommen: Technik, Recht, Sichtbarkeit. Frag nach dem festen Ansprechpartner und der Kündigungsfrist.
Und ehrlich: Eine Visitenkarten-Seite ohne Formular, die du selbst aktuell hältst, braucht keinen Vertrag. Sie braucht einen Kalendereintrag.
Woran erkennst du einen guten Anbieter?
Acht Fragen, die du vor der Unterschrift stellen solltest. Gute Anbieter beantworten sie schriftlich und ohne Zögern.
- Was genau ist enthalten, als Liste, und wie viele Minuten Änderungen im Monat?
- Wie schnell reagiert ihr bei einer Störung, und steht das im Vertrag?
- Wo liegen die Backups, wie lange, und wann habt ihr zuletzt eines zurückgespielt?
- Testet ihr Updates vorher auf einer Kopie der Seite?
- Auf wen sind Domain und Hosting eingetragen? Die richtige Antwort lautet: auf dich.
- Wie komme ich wieder heraus: Frist, Übergabe der Zugänge, Kosten?
- Schließt ihr einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung? Wer Einträge aus deinem Kontaktformular oder Kundendaten im Shop sehen kann, verarbeitet personenbezogene Daten in deinem Auftrag. Dafür verlangt Artikel 28 DSGVO einen Vertrag.
- Bekomme ich einen Bericht, aus dem ich sehe, was gemacht wurde?
Wem gehören Domain, Zugänge und Backups?
Diese Frage entscheidet, ob du jemals wechseln kannst. Kläre sie, solange das Verhältnis gut ist.
- Domain: Bei einer .de-Domain zählt, wer als Inhaber eingetragen ist. Für einen Umzug lässt der Inhaber beim bisherigen Anbieter ein Passwort erzeugen, die AuthInfo. Sie gilt laut DENIC höchstens 30 Tage. Steht die Domain auf den Namen der Agentur, lass sie auf dich übertragen.
- Hosting: Der Vertrag läuft auf deinen Namen, die Rechnung geht an dich.
- Zugang zur Website: Du hast ein eigenes Konto mit vollen Rechten, kein geteiltes.
- Lizenzen: Gekaufte Themes und Plugins laufen auf dein Konto. Nutzt der Betreuer seine Agenturlizenz, endet sie mit dem Vertrag.
- Search Console, Statistik, Unternehmensprofil: Du bist Inhaber, der Betreuer ist Nutzer.
- Backups: Eine Kopie liegt außerhalb des Hostings, und du kommst heran.
Wie wechselst du den Betreuer ohne Ausfall?
In dieser Reihenfolge, und gekündigt wird erst am Ende.
- Bestandsaufnahme. Was läuft wo, welche Verträge gibt es, welche Fristen?
- Inhaberschaften klären. Geh die Liste aus dem letzten Abschnitt durch und zieh ein vollständiges Backup, das du selbst geprüft hast.
- Den neuen Betreuer parallel starten lassen. Erst lesen, dann übernehmen.
- Jetzt kündigen. Nicht vorher.
- Aufräumen. Passwörter ändern, alte Konten entfernen, Lizenzen umziehen.
Frag vorher nach den Kosten der Übernahme. In unserer Auswertung verlangte einer von zehn Anbietern dafür einmalig 290 bis 390 €. Wie wir eine Übernahme angehen, steht auf der Seite zur Betreuung: erst die Bestandsaufnahme, dann die Übergabe, gekündigt wird zuletzt.
Was passiert ohne Betreuung?
Meist lange nichts, und dann alles auf einmal: Ein Plugin-Update legt die Seite lahm, ein Zertifikat läuft ab, ein Formular stellt nichts mehr zu. Für den ersten Fall gibt es eine Anleitung: Nach dem Plugin-Update ist die Seite weg.
Dass Pflege bei WordPress öfter liegen bleibt als anderswo, zeigt der Web Almanac 2025. Nur 45 Prozent der WordPress-Seiten bestehen auf dem Telefon Googles Ladezeit-Prüfung. Bei Wix sind es 74, bei Duda 85 Prozent. Ein Grund liegt nahe: Beim Baukasten kümmert sich der Anbieter um die Technik, bei WordPress musst du das selbst organisieren.
Drei Fragen reichen für die Entscheidung. Bringt die Seite Anfragen, Buchungen oder Bestellungen? Weißt du, wann zuletzt ein Backup zurückgespielt wurde? Steht die Domain auf deinen Namen? Wenn du bei einer davon zögerst, lohnt ein kurzes Gespräch.

