Inhaltsverzeichnis
- Warum braucht eine WordPress-Website überhaupt Wartung?
- Was kostet Wartung bei uns, und was steckt in den drei Stufen?
- Was muss in jedem Wartungsvertrag stehen?
- Welche Klauseln werden später teuer?
- Wann reicht Selbermachen?
- Wie unterscheiden sich Hosting, Wartung und Support?
- Woran erkennst du, dass die Wartung wirklich läuft?
WordPress-Wartung kostet bei uns zwischen 39 und 349 € netto im Monat, je nachdem, ob eine Visitenkarten-Seite, eine Business-Website oder ein Shop dahinter steht. Der Preis allein sagt dabei wenig: Zwei Verträge für 129 € können völlig verschiedene Dinge enthalten, und genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Website, die läuft, und einer, die eines Morgens weiß ist.
Dieser Beitrag legt die Zahlen offen, erklärt, was in jedem Wartungsvertrag stehen muss, nennt die Klauseln, die später teuer werden, und beantwortet ehrlich, wann du dir den Vertrag sparen kannst.
Warum braucht eine WordPress-Website überhaupt Wartung?
Weil sie aus Software besteht, die sich ständig ändert. WordPress selbst, das Theme und im Schnitt zwanzig bis dreißig Plugins bekommen laufend neue Versionen, und ein großer Teil davon schließt Sicherheitslücken. Patchstack zählt in seinem Sicherheitsbericht für 2025 7.966 neu entdeckte Schwachstellen im WordPress-Ökosystem allein für das Jahr 2024, das sind rund 22 pro Tag. 1.018 davon betrafen Komponenten mit mehr als 100.000 aktiven Installationen, also genau die Plugins, die auf den meisten Websites laufen.
Was passiert, wenn niemand hinschaut, haben wir selbst gemessen: Einen Monat lang haben wir 46 Websites überwacht und dabei 198 Störungen und einen Ausfall über sechs Tage protokolliert. Die Betreiber hatten in den meisten Fällen nichts bemerkt, weil eine Website keine Fehlermeldung an den Inhaber schickt. Sie wird nur langsamer, verliert Rankings oder zeigt Besuchern eine Fehlerseite, während im Büro alles normal aussieht.
Wartung heißt deshalb nicht „ab und zu auf Aktualisieren klicken“. Sie heißt: Updates einspielen, bevor sie zum Problem werden, Backups haben, die sich tatsächlich zurückspielen lassen, und jemanden, der es merkt, wenn die Seite nachts um zwei verschwindet.
Was kostet Wartung bei uns, und was steckt in den drei Stufen?
Wir arbeiten mit drei Stufen, alle monatlich kündbar, alle mit festem Ansprechpartner. Die Preise sind Netto-Richtwerte für eine typische Website der jeweiligen Größe; ein Shop mit fünfzig Plugins braucht mehr Zeit als eine Praxisseite mit acht.
| Stufe | Preis im Monat | Für wen | Kernleistungen |
|---|---|---|---|
| Basis | ab 39 € netto | Visitenkarten-Seiten, kleine Websites | Monatliche Updates von Core, Plugins und Theme, tägliche Backups mit 30 Tagen Aufbewahrung, Uptime-Monitoring, SSL-Verwaltung, 30 Minuten Pflege im Monat, monatlicher Status-Report |
| Plus | ab 129 € netto | Business-Websites, auf die du dich verlässt | Alles aus Basis, Updates wöchentlich und vorher auf einer Staging-Umgebung getestet, Security-Hardening und Malware-Scan, Performance-Check der Core Web Vitals, zwei Stunden Pflege im Monat, priorisierter Support |
| Premium | ab 349 € netto | Shops und geschäftskritische Websites | Alles aus Plus, Managed Hosting in Deutschland inklusive, Sicherheits-Patches sofort und Updates bis täglich, erweitertes Monitoring mit Notfall-Erreichbarkeit, fünf Stunden Pflege im Monat, Quartalsgespräch |
Auf zwölf Monate gerechnet sind das 468 € in der Basis-Stufe und 4.188 € in Premium. Zum Vergleich: Ein einziger Ausfall eines Shops über ein Wochenende kostet je nach Umsatz mehr als ein ganzes Jahr Wartung, und die Wiederherstellung einer gehackten Website nach Stunden abgerechnet liegt selten unter dem Jahrespreis der Plus-Stufe. Beide Rechnungen haben wir mit Kunden geführt, die vorher „das machen wir selbst“ gesagt hatten.
Die Details zu den Stufen und was sie bewusst nicht enthalten, stehen auf der Seite zu Hosting und Wartung. Wer wissen will, wie sich Wartung in die Gesamtkosten einer Website einordnet, findet das im Beitrag Was kostet eine Website 2026?, dort als vierter Block, der einzige, der jedes Jahr wiederkommt.
Was muss in jedem Wartungsvertrag stehen?
Egal, ob du bei uns oder woanders unterschreibst: Diese neun Punkte gehören schriftlich in den Vertrag. Fehlt einer, frag nach. Fehlen drei, such weiter.
- Update-Takt und Testverfahren. Wie oft werden Core, Plugins und Theme aktualisiert, und werden Updates vorher auf einer Staging-Kopie getestet? „Automatische Updates“ ohne Test sind keine Wartung, sondern ein Würfelspiel. WordPress selbst beschreibt in seiner Dokumentation zum Aktualisieren, dass vor jedem Update ein Backup stehen sollte; ein Vertrag sollte das genauso sehen.
- Backup: Häufigkeit, Aufbewahrung, Speicherort. Täglich ist Standard. Entscheidend ist der Speicherort: Ein Backup auf demselben Server, der gehackt wird, ist keins.
- Wiederherstellungsprobe. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung. Mindestens einmal im Quartal sollte jemand prüfen, dass es funktioniert.
- Monitoring mit Alarm. Erreichbarkeit und Malware-Scan, und zwar mit einer Benachrichtigung an den Dienstleister, nicht nur mit einem Dashboard, das niemand öffnet.
- Reaktionszeit, schriftlich. Nicht „schnellstmöglich“, sondern eine Zahl in Stunden, und zwar getrennt für Störungen und für normale Anfragen.
- Was bei einem Sicherheitsvorfall inklusive ist. Bereinigung, Wiederherstellung, Ursachenanalyse: alles im Preis, alles extra, oder eine Mischung? Hier unterscheiden sich Verträge am stärksten.
- Ein Pflege-Kontingent für Kleinigkeiten. Ein Bild tauschen, eine Telefonnummer ändern. Ohne Kontingent wird jede Kleinigkeit eine Rechnung.
- Berichte. Ein monatlicher Report, aus dem hervorgeht, was passiert ist. Wartung, die keine Spuren hinterlässt, lässt sich nicht prüfen.
- Kündigungsfrist und Datenhoheit. Monatlich kündbar, und beim Ausstieg bekommst du Zugänge, Backups und Lizenzen vollständig ausgehändigt.
Welche Klauseln werden später teuer?
Aus den Verträgen, die uns Kunden beim Wechsel zeigen, kennen wir ein paar Muster, die auf dem Papier günstig aussehen und in der Praxis das Gegenteil sind.
„Updates nach Aufwand.“ Klingt fair, bedeutet aber: Jedes Update ist eine Einzelentscheidung, und die fällt bei Zeitdruck gegen das Update aus. Genau so entstehen die Websites, auf denen seit zwei Jahren nichts aktualisiert wurde.
Backups „beim Hoster“. Viele Hosting-Pakete sichern täglich, aber nur für sieben Tage und ohne Prüfung, ob die Sicherung vollständig ist. Wer den Hack erst nach zehn Tagen bemerkt, hat dann nur noch Sicherungen der bereits gehackten Website.
Laufzeiten von zwölf Monaten mit automatischer Verlängerung. Wartung ist eine Dienstleistung, die sich jeden Monat beweisen muss. Eine lange Bindung nimmt dem Anbieter genau diesen Druck.
Notfälle zum Stundensatz. Wenn der Vertrag bei einem Hack endet, wo er am meisten gebraucht wird, bezahlst du zweimal: die Wartung und die Rettung.
Lizenzen über den Anbieter. Premium-Plugins laufen oft über die Agenturlizenz. Beim Wechsel erlöschen sie, und plötzlich fehlen Formulare, Slider oder das Seitenbaukasten-Plugin. Frag vorher, welche Lizenzen auf deinen Namen laufen.
Wann reicht Selbermachen?
Ehrlich: manchmal. Eine statische Vereinsseite ohne Formulare, ohne Shop und ohne Anmeldung, die du einmal im Monat selbst aktualisierst und deren Backup du wirklich prüfst, braucht keinen Vertrag. Wir helfen in diesen Fällen auf Zuruf, und für die typischen Pannen gibt es Anleitungen, etwa wenn nach einem Plugin-Update die Seite weg ist oder wenn das Backend nicht mehr aufgeht. Und wer Plugins selbst auswählt, sollte vorher wissen, woran man ein gutes Plugin erkennt.
Die Rechnung dahinter ist einfach zu machen: Rechne mit ein bis zwei Stunden im Monat für Updates, Prüfung und das Zurückspielen eines Backups im Ernstfall, und setze deinen eigenen Stundensatz dagegen. Bei den meisten Selbstständigen liegt das Ergebnis über dem Preis der Basis-Stufe, noch bevor die erste echte Störung dazukommt. Und die Zeit ist nur die eine Hälfte: Die andere ist, dass du es zuverlässig jeden Monat tust, auch im Urlaub, auch in der Saison.
Drei Kriterien entscheiden es in der Praxis: Kommen über die Website Anfragen oder Bestellungen, ist ein Ausfall also Umsatz? Gibt es Nutzerkonten, Formulare oder Zahlungen, also Daten, für die du haftest? Und hast du jemanden, der es merkt, wenn die Seite nachts ausfällt? Wer eine der drei Fragen mit Ja beantwortet, braucht einen Vertrag. Wer alle drei mit Nein beantwortet, kommt eine Weile ohne aus.
Wie unterscheiden sich Hosting, Wartung und Support?
Die drei Begriffe werden in Angeboten gern vermischt, und daraus entstehen falsche Erwartungen. Hosting ist der Server: Speicherplatz, Datenbank, Erreichbarkeit der Maschine. Wartung ist die Pflege der Software darauf: Updates, Backups, Sicherheit, Monitoring. Support ist alles, was du zusätzlich willst: neue Seiten, andere Farben, ein weiteres Formular.
Ein Hosting-Paket wartet deine Website nicht, auch wenn „automatische Updates“ im Prospekt steht. Und ein Wartungsvertrag baut dir keine neue Startseite. Wer beides erwartet, ist am Ende von beiden enttäuscht. Deshalb steht in unseren Verträgen ein Pflege-Kontingent für Kleinigkeiten, und größere Umbauten sind eigene Projekte mit eigenem Angebot.
Zur Wartung gehört übrigens auch, was nicht auf der Website selbst liegt: Der Messmonat hat gezeigt, dass die E-Mail-Sicherheit auf fast allen Domains lückenhaft war. Ob deine Domain betroffen ist, siehst du in einer Minute mit dem kostenlosen DMARC-Check.
Woran erkennst du, dass die Wartung wirklich läuft?
An drei Dingen, die du selbst prüfen kannst. Erstens am Report: Steht dort, welche Updates wann eingespielt wurden, oder nur „alles in Ordnung“? Zweitens an der Versionsnummer: Im Backend unter Dashboard siehst du, ob WordPress auf dem aktuellen Stand ist; die Versionsübersicht von WordPress.org zeigt, was aktuell ist. Drittens an einer Probe: Bitte deinen Dienstleister einmal im Jahr, eine Sicherung testweise zurückzuspielen. Wer das ohne Zögern macht, hat seine Backups im Griff. Wer ausweicht, hat vermutlich keine.
Wenn du nach dieser Liste feststellst, dass dein aktueller Vertrag drei oder mehr Punkte nicht abdeckt, ist das kein Grund zur Panik, aber ein Grund für ein Gespräch. Wir sehen uns den Vertrag gern gemeinsam an, auch wenn er nicht von uns ist.

