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WooCommerce oder Shopify: Welcher Shop passt zu dir?

Shopify nimmt dir den Betrieb ab und lässt sich dafür bezahlen. WooCommerce kostet weniger Gebühren und mehr Aufmerksamkeit. Welches System besser ist, hängt davon ab, wie viel Sonderfall in deinem Geschäft steckt und wer sich um die Technik kümmern soll.

Gegenüberstellung

Acht Fragen, die in der Praxis den Ausschlag geben. Das Dreieck steht dort, wo ein System vorn liegt — auch wenn es nicht unseres ist.

KriteriumWooCommerceShopify
Wie schnell steht der Shop?Wochen, abhängig von Sortiment und SonderlogikTage mit einem fertigen Theme
Was kostet es laufend?Hosting und Wartung, keine UmsatzbeteiligungMonatsgebühr plus Transaktionsgebühr ohne Shopify Payments
Wie frei ist der Bestellprozess?Vollständig anpassbarEingeschränkt, in den unteren Tarifen deutlich
Wie steht es um Zahlungsarten?Alle gängigen über Erweiterungen, freie WahlGroße Auswahl, aber Extragebühr außerhalb von Shopify Payments
Wer betreibt die Technik?Du oder deine AgenturShopify, inklusive Sicherheit und Updates
Wie gut skaliert es bei Lastspitzen?Abhängig vom Hosting, mit gutem Setup problemlosAb Werk, ohne eigenes Zutun
Wie lässt es sich an Fremdsysteme anbinden?Frei über REST-API und ErweiterungenÜber Apps, oft mit eigener Monatsgebühr
Wem gehören die Daten?Dir, inklusive Kundendaten und BestellhistorieExport möglich, Plattformbindung bleibt

Wann WooCommerce die bessere Wahl ist

  • Der Verkauf hat Eigenheiten

    Staffelpreise, Kundengruppen, Mindestmengen, Konfiguratoren, B2B mit Netto-Preisen: Sobald der Bestellprozess vom Standard abweicht, wird WooCommerce deutlich einfacher.

  • Es gibt schon eine WordPress-Seite

    Inhalte und Shop in einem System, ein Login, ein Design, eine Pflege. Das spart im Alltag mehr Zeit, als man vorher denkt.

  • Umsatzbeteiligung soll nicht mitwachsen

    Bei steigendem Umsatz fallen bei WooCommerce keine zusätzlichen Plattformgebühren an. Das rechnet sich ab einer gewissen Größe deutlich.

Wann wir dir zu Shopify raten

  • Standardsortiment, schneller Start

    Klar strukturierte Produkte ohne Sonderlogik verkauft Shopify mit weniger Aufwand. Die Zeit bis zum ersten Verkauf ist kürzer.

  • Kein Technikteam vorhanden

    Sicherheit, Updates und Verfügbarkeit übernimmt die Plattform. Wer das sonst niemandem übertragen kann, fährt damit ruhiger.

  • Internationaler Verkauf ab Tag eins

    Mehrere Währungen, Steuersätze und Sprachen sind bei Shopify ohne Zusatzarbeit dabei. In WooCommerce ist das machbar, aber Aufbauarbeit.

Wenn du wechseln willst

Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich zwischen beiden Systemen übertragen, in beide Richtungen. Der Aufwand steckt weniger im Datenexport als in den Weiterleitungen: Jede alte Produkt- und Kategorieadresse braucht ein neues Ziel, sonst bricht die Sichtbarkeit ein.

Wir haben das oft genug gemacht, um die Fallstricke zu kennen. Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Seite zu E-Commerce-Lösungen.

Häufige Fragen

Ist WooCommerce für große Shops geeignet?

Ja, mit passendem Hosting und sauberem Aufbau laufen dort auch Sortimente mit zehntausenden Artikeln. Der Engpass ist fast nie WooCommerce selbst, sondern ein zu kleiner Server oder zu viele schlecht gebaute Erweiterungen.

Was kostet ein WooCommerce-Shop im Betrieb?

Hosting je nach Größe ab etwa 20 € im Monat, dazu Wartung und einzelne kostenpflichtige Erweiterungen. Anders als bei Shopify fällt keine Gebühr auf den Umsatz an.

Wie steht es um die Rechtssicherheit im deutschen Markt?

Für WooCommerce gibt es etablierte Lösungen für Widerruf, Preisangaben, Versandkosten und Rechnungen nach deutschem Recht. Bei Shopify ist einiges davon Zusatzarbeit, weil die Plattform international gedacht ist.

Und der digitale Produktpass?

Die kommenden ESPR-Pflichten treffen beide Systeme gleichermaßen. Für WooCommerce haben wir dafür ein eigenes Plugin gebaut.

Unsicher, was für dich passt?

Wir sehen uns dein Vorhaben an und sagen dir ehrlich, welches System dazu passt — auch dann, wenn es nicht das ist, mit dem wir bauen.

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