WordPress oder Wix: Was passt zu deinem Unternehmen?
Wix verspricht die fertige Website an einem Nachmittag, und für viele stimmt das auch. WordPress verlangt mehr Vorlauf und zahlt das über Jahre zurück. Die Frage ist nicht, welches System besser ist, sondern welches zu deinem Vorhaben passt. Wir bauen seit 2003 mit WordPress und sagen trotzdem regelmäßig Menschen, dass Wix für sie reicht.
Gegenüberstellung
Acht Fragen, die in der Praxis den Ausschlag geben. Das Dreieck steht dort, wo ein System vorn liegt — auch wenn es nicht unseres ist.
| Kriterium | WordPress | Wix |
|---|---|---|
| Wie schnell steht die Seite? | Tage bis Wochen, je nach Umfang | ▲Stunden bis Tage mit einer Vorlage |
| Was kostet es laufend? | ≈Hosting ab etwa 10 €/Monat, dazu Wartung | ≈Feste Monatsgebühr je Tarif, steigt mit Funktionen |
| Wem gehören die Daten? | ▲Dir. Datenbank und Dateien liegen auf deinem Hosting | Wix. Export ist stark eingeschränkt |
| Kann ich später wechseln? | ▲Ja, Inhalte sind vollständig exportierbar | Praktisch kaum — die Seite muss neu gebaut werden |
| Wie weit reicht die Gestaltung? | ▲Beliebig, bis auf die letzte Zeile | Innerhalb des Baukastens frei, darüber hinaus nicht |
| Wie steht es um SEO? | ▲Volle Kontrolle über Technik, Struktur und Ladezeit | Grundlagen sind da, Feinsteuerung fehlt |
| Wer kümmert sich um Updates? | Du oder deine Agentur — Wartung ist Pflicht | ▲Wix, komplett im Hintergrund |
| Wie gut lässt es sich erweitern? | ▲Über 50.000 Plugins, dazu eigene Entwicklung | App Market, deutlich kleiner und geschlossen |
Wann WordPress die bessere Wahl ist
Die Seite soll wachsen
Aus fünf Seiten werden fünfzig, aus dem Kontaktformular ein Buchungssystem, aus dem Blog ein Wissensbereich. WordPress wächst mit, ohne dass irgendwann ein Neubau fällig wird.
Du willst Sichtbarkeit ernsthaft aufbauen
Wer bei der Ladezeit, den strukturierten Daten und der internen Verlinkung wirklich steuern will, braucht Zugriff auf Technik und Templates. Den gibt ein Baukasten nicht her.
Es gibt eigene Abläufe
Anbindung an Warenwirtschaft, CRM oder ein Buchungssystem, eigene Datenfelder, mehrere Sprachen. Sobald es speziell wird, endet der Baukasten.
Wann wir dir zu Wix raten
Es soll morgen online sein
Wenn eine schlichte, gepflegte Präsenz reicht und Zeit knapp ist, ist Wix ehrlich schneller. Eine gute Wix-Seite schlägt eine nie fertiggestellte WordPress-Seite.
Niemand will sich um Technik kümmern
Updates, Backups, Sicherheit laufen bei Wix im Hintergrund. Wer weder Zeit noch Agentur dafür hat, ist dort besser aufgehoben als mit einer ungepflegten WordPress-Installation.
Das Budget ist sehr klein
Unter etwa 2.000 € Projektbudget lohnt individuelle Entwicklung selten. Dann ist ein Baukasten die vernünftigere Wahl, und wir sagen das auch.
Wenn du wechseln willst
Ein Wechsel von Wix zu WordPress ist immer ein Neubau, weil sich Wix-Seiten nicht sinnvoll exportieren lassen. Texte und Bilder übernimmt man, die Struktur baut man neu. Wichtig ist dabei nur eines: Die alten Adressen müssen per Weiterleitung auf die neuen zeigen, sonst verliert man die aufgebaute Sichtbarkeit.
Wir haben das oft genug gemacht, um die Fallstricke zu kennen. Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Seite zu WordPress-Entwicklung.
Häufige Fragen
Ist WordPress unsicherer als Wix?
Nicht das System, sondern der Umgang damit. Die allermeisten gehackten WordPress-Seiten liefen mit monatelang nicht aktualisierten Plugins. Eine gepflegte Installation ist sicher — ungepflegt ist sie ein Risiko, das es bei Wix so nicht gibt.
Stimmt es, dass WordPress langsamer ist?
Nein, aber es lässt sich leichter langsam machen. Ein überladenes Theme mit dreißig Plugins ist träge. Sauber gebaut erreicht WordPress dieselben Ladezeiten wie ein Baukasten oder bessere, weil man alles selbst steuern kann.
Was kostet WordPress wirklich?
Die Software ist kostenlos. Bezahlt werden Hosting, gegebenenfalls Premium-Erweiterungen und die Wartung. Rechne bei einer betreuten Unternehmensseite mit 30 bis 150 € im Monat, je nach Umfang und Betreuungstiefe.
Kann mein Team WordPress selbst pflegen?
Ja, wenn es dafür gebaut wurde. Mit sauber definierten Blöcken ist das Pflegen einfacher als in vielen Baukästen. Mit einem wild zusammengeklickten Page-Builder wird es zur Qual — daran entscheidet sich mehr als am System.
Unsicher, was für dich passt?
Wir sehen uns dein Vorhaben an und sagen dir ehrlich, welches System dazu passt — auch dann, wenn es nicht das ist, mit dem wir bauen.
Weitere Vergleiche
Steht das Design im Mittelpunkt und bleibt die Seite überschaubar, ist Webflow eine sehr gute Wahl. Sobald viele Menschen Inhalte pflegen, Fremdsysteme angebunden werden oder die Seite stark wächst, spielt WordPress seine Stärken aus.
Vergleich lesen →WooCommerce ShopifyStandardsortiment, wenig Sonderlogik und kein eigenes Technikteam sprechen für Shopify. Besondere Preisregeln, Anbindung an vorhandene Systeme oder der Wunsch, keine Umsatzbeteiligung zu zahlen, sprechen für WooCommerce.
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