Inhaltsverzeichnis
- Was gehört zur Website-Pflege, und was nicht?
- Was kostet Website-Pflege?
- Was veraltet auf einer Website zuerst?
- Was passiert, wenn niemand pflegt?
- Was brauchst du bei der Übergabe, um selbst zu pflegen?
- Wie änderst du Inhalte, ohne etwas kaputt zu machen?
- Wie oft solltest du deine Website pflegen?
- Selbst pflegen oder pflegen lassen?
Eine Website pflegen heißt, ihre Inhalte aktuell zu halten: Öffnungszeiten, Preise, Ansprechpartner, Referenzen und Rechtstexte. Updates, Backups und Sicherheit gehören zur Wartung, und die ist ein eigenes Thema.
Wie viel Pflege eine Seite braucht, hängt vor allem am Betrieb. Eine Töpferei, deren Website wir gebaut haben, ändert im Jahr vielleicht ein Dutzend Zeilen. Ein Betrieb mit Stellen, Aktionen und Terminen ändert deutlich mehr. Bei uns stecken dafür 30 Minuten bis fünf Stunden Änderungen im Monat in der Betreuung, ab 39 € netto.
Damit das klar ist: Wir pflegen Websites selbst, gegen Geld. Dieser Beitrag sagt trotzdem, was du ohne uns schaffst.
Was gehört zur Website-Pflege, und was nicht?
Zur Pflege gehört alles, was Besucher sehen und was sich im Alltag ändert: Texte, Bilder, Termine, eine neue Seite nach vorhandenem Muster. Updates, Backups und Sicherheitsprüfungen sind Wartung. Sie halten die Software am Laufen, ohne dass sich an der Seite etwas ändert.
Manches Paket heißt „Pflege“ und enthält nur Wartung. Entscheidend ist deshalb eine Zahl: Wie viele Minuten im Monat sind für Inhalte enthalten?
Was Betreuung im Ganzen umfasst, steht im Beitrag Website-Betreuung: Aufgaben, Kosten, Anbieter. Die technische Seite behandelt der Beitrag Was kostet WordPress-Wartung?
Was kostet Website-Pflege?
Wir haben am 30.09.2026 die neun Treffer angesehen, die Google für „Website Pflege“ auf der ersten Seite zeigt. Sieben sind Anbieter, zwei sind Ratgeber. Drei der sieben Anbieter nennen einen Monatspreis, jeweils netto:
| Monatspreis | Arbeit an Inhalten |
|---|---|
| 35 € | nicht enthalten, Texte und Bilder ab 30 € je Stunde extra |
| 49,90 € | „kleinere Änderungen an Texten und Bildern“, ohne Zeitangabe |
| 129 € | 60 Minuten für Texte und Grafiken |
Vier nennen keinen Preis. Und die drei Preise vergleichst du erst, wenn du weißt, wie viel Zeit für Inhalte darin steckt. Beim günstigsten Paket ist es gar keine.
Unsere drei Stufen nennen die Minuten ausdrücklich, alle netto im Monat und monatlich kündbar:
- Basis ab 39 €: 30 Minuten Änderungen, dazu monatliche Updates, tägliche Backups und Überwachung.
- Plus ab 129 €: zwei Stunden Änderungen, Updates jede Woche und vorher auf einer Testkopie geprüft.
- Premium ab 349 €: fünf Stunden Änderungen, Hosting in Deutschland inklusive.
Als Änderung zählt, was sich in Minuten erledigen lässt: Text oder Bild tauschen, eine Seite nach vorhandenem Muster, ein Formularfeld. Nicht genutzte Minuten verfallen am Monatsende. Dafür sammelt sich auch nichts an, was du nachzahlen müsstest. Die Einzelheiten stehen bei den Stufen der WordPress-Wartung, alle übrigen Preise auf der Preisseite.
Wie viel Pflege braucht deine Seite?
Schick uns den Link. Wir schauen, was sich bei dir regelmäßig ändert. Werktags innerhalb von 24 Stunden hörst du, welche Stufe passt oder ob du es allein schaffst.
Was veraltet auf einer Website zuerst?
Diese neun Stellen solltest du im Blick behalten. Zuerst kommt, was dein Tagesgeschäft betrifft, danach Pflichtangaben und Kleinigkeiten.
- Öffnungszeiten, Feiertage, Betriebsurlaub. Sie sollten mit deinem Google-Unternehmensprofil übereinstimmen. Laut Google erscheinen Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben eher in der lokalen Suche. Mehr dazu im Beitrag Local SEO für KMU.
- Preise und Leistungen. Ein alter Preis auf der Website führt zu Gesprächen, die niemand führen will.
- Ansprechpartner und Team. Wer den Betrieb verlassen hat, sollte nicht mehr mit Foto und Durchwahl auf der Seite stehen.
- Stellenanzeigen. Eine besetzte Stelle, die weiter ausgeschrieben ist, bringt Bewerbungen, die du absagen musst.
- Referenzen und „Aktuelles“. Stammt der letzte Eintrag von vor zwei Jahren, fragen sich Besucher, ob es den Betrieb noch gibt.
- Das Impressum. Nach § 5 DDG müssen die Angaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Ändern sich Anschrift, Geschäftsführung oder Registereintrag, ändert sich das Impressum mit.
- Die Datenschutzerklärung. Jeder neue Dienst bringt eigene Angaben mit: eine Karte, ein Video, ein Buchungswerkzeug, eine Statistik. Was sonst Pflicht ist, steht in der Checkliste zur DSGVO-konformen Website.
- Jahreszahlen und Fristen im Text. „Neu ab 2025“ oder „© 2023“ im Fuß verraten das Alter einer Seite schneller als jedes Design.
- Verweise auf fremde Seiten. Sie laufen irgendwann ins Leere. Ein Prüfwerkzeug findet sie, ersetzen musst du sie selbst.
Was passiert, wenn niemand pflegt?
Zunächst scheinbar nichts. Die Seite läuft weiter, nur stimmt immer weniger von dem, was darauf steht. Drei Folgen:
- Kunden rufen zu Zeiten an, die nicht mehr gelten, oder fragen nach Leistungen, die es nicht mehr gibt.
- Website und Google-Unternehmensprofil nennen verschiedene Angaben, und niemand weiß, welche stimmt.
- Das Impressum ist veraltet. Wer die Pflichtangaben nicht richtig oder nicht vollständig verfügbar hält, begeht nach § 33 DDG eine Ordnungswidrigkeit. Die Geldbuße kann bis zu 50.000 € betragen.
Fehlt zusätzlich die Wartung, kommen technische Störungen dazu. Wie oft, zeigt unser Messmonat mit 198 Störungen auf 46 Websites.
Was brauchst du bei der Übergabe, um selbst zu pflegen?
Ob Pflege später leichtfällt, entscheidet sich beim Launch. Fünf Dinge solltest du bei der Übergabe bekommen:
- Ein eigenes Konto mit passender Rolle. Für die tägliche Arbeit reicht in WordPress die Rolle „Redakteur“. Sie darf Beiträge und Seiten veröffentlichen, aber laut WordPress-Dokumentation keine Plugins installieren und keine Themes ändern. So geht beim Pflegen nichts Technisches kaputt.
- Eine Schulung an deiner eigenen Seite, nicht an einer Vorführseite. Bei uns gehört sie zu jedem Webdesign-Paket, zusammen mit einer Dokumentation.
- Bausteine statt freier Gestaltung. Mit fertigen Blöcken tauschst du Text und Bild, ohne das Layout zu zerstören.
- Eine kurze Anleitung für die drei Dinge, die du am häufigsten änderst.
- Eine Liste aller Zugänge, mit dir als Inhaber. Welche dazugehören, steht im Abschnitt Wem gehören Domain, Zugänge und Backups?
Dazu gehört eine Frist für Nachbesserungen. Bei uns gilt nach dem Launch eine Garantie von 30 Tagen, in der Brand Site sind drei Monate Wartung enthalten.
Wie änderst du Inhalte, ohne etwas kaputt zu machen?
Fünf Gewohnheiten machen das Pflegen sicher:
- Erst Vorschau, dann veröffentlichen. Speichere größere Änderungen als Entwurf und sieh sie dir auf dem Telefon an, bevor sie live gehen.
- Frühere Fassungen nutzen. WordPress speichert jede gespeicherte Fassung einer Seite als Revision. Eine ältere stellst du laut WordPress-Dokumentation mit einem Klick wieder her, sofern Revisionen nicht abgeschaltet sind.
- Bilder vorher verkleinern. Ein Foto vom Handy ist oft viel größer, als die Seite es braucht, und macht sie langsam.
- Jedem Bild einen Alternativtext geben, der sagt, was darauf zu sehen ist. Ohne ihn erfahren Menschen mit Screenreader nichts über das Bild.
- Überschriften nach Rang setzen, nicht nach Größe, und Links so beschriften, dass klar ist, wohin sie führen. Wie du das prüfst, steht im Beitrag Barrierefreie Website testen.
Wie oft solltest du deine Website pflegen?
Das meiste folgt dem Anlass. Für den Rest helfen zwei feste Termine:
- Am selben Tag: geänderte Öffnungszeiten, Preise und Telefonnummern. Sie gehören auf die Seite, sobald sie im Betrieb gelten.
- Einmal im Quartal: Team, Stellen, Referenzen und Termine durchsehen. Dazu das Kontaktformular selbst abschicken und prüfen, ob die Nachricht ankommt.
- Einmal im Jahr: Leistungstexte, Fotos, Impressum und Datenschutzerklärung gegen den echten Stand halten.
Dafür reichen zwei wiederkehrende Einträge im Kalender, einer für jedes Quartal und einer für das Jahr.
Selbst pflegen oder pflegen lassen?
Selbst pflegen lohnt sich, wenn du die Inhalte im Kopf hast und dir die Zeit wirklich nimmst. Pflegen lassen lohnt sich, wenn eines davon zutrifft:
- Änderungen bleiben liegen, weil das Tagesgeschäft vorgeht.
- Es geht um Rechtstexte, Formulare oder eingebundene Dienste, bei denen ein Fehler Folgen hat.
- Über die Seite kommen Anfragen oder Buchungen, und ein veralteter Eintrag kostet dich Kunden.
Ein einfacher Maßstab: Steht eine Änderung länger als eine Woche auf deiner Liste, fehlt dir die Zeit dafür. Dann lohnt es sich, die Änderungen abzugeben.
Manchmal ist die beste Pflege, weniger pflegen zu müssen. Die Seite der Töpferei Herkenroth-Keramik haben wir ohne Redaktionssystem gebaut: neun Seiten als statischer Export, ohne Datenbank und ohne monatliche Sicherheitsupdates. Ändert sich ein Markttermin, wird die Seite neu erzeugt und hochgeladen. Das passt, weil sich dort im Jahr nur wenige Zeilen ändern.
Drei Fragen zeigen, wo du stehst. Stimmen Öffnungszeiten und Preise heute? Weißt du, wer nach dem Launch die Inhalte ändert? Und wie viele Minuten für Inhalte stecken in deinem Vertrag? Fehlt eine Antwort, fang mit der ersten an.

