Inhaltsverzeichnis
  1. Was unterscheidet Freelancer und Agentur wirklich?
  2. Was kostet eine Website beim Freelancer, was bei der Agentur?
  3. Wann ist ein Freelancer die bessere Wahl?
  4. Wann lohnt sich eine Agentur?
  5. Und was ist mit Baukasten oder KI?
  6. Welche acht Fragen stellst du jedem Anbieter?
  7. Wie findest du den passenden Anbieter?
  8. Was schreibst du in die erste Anfrage?

Ein Freelancer passt, wenn deine Website überschaubar ist, du Texte und Bilder selbst lieferst und eine Person alles Nötige kann. Eine Agentur passt, wenn an der Seite Anfragen oder Umsatz hängen und Gestaltung, Technik, Texte und spätere Betreuung zusammenkommen.

Der Stundensatz entscheidet dabei weniger, als es scheint. Freelancer im Bereich Webdesign geben auf freelancermap im Schnitt 70 € je Stunde an, Stand 30.09.2026. Den Unterschied machen die Stunden, die im Angebot stehen, und die, die darin fehlen.

Damit das klar ist: Wir sind selbst eine Agentur, eine kleine. Hinter AOS Digital stehen Hans-Jörg und Pascal, Vater und Sohn, dazu ein kleines Team im Hintergrund. Dieser Beitrag sagt trotzdem, wann ein Freelancer die bessere Wahl ist.

Was unterscheidet Freelancer und Agentur wirklich?

Gute und schlechte Arbeit gibt es auf beiden Seiten. Verschieden ist die Aufstellung, und die merkst du vor allem nach dem Launch.

FrageFreelancerAgentur
Wer arbeitet an der Seite?eine Person, manchmal mit Partnernmehrere Menschen mit eigenen Fächern
Wer vertritt bei Urlaub und Krankheit?musst du erfragenjemand aus dem Team
Gestaltung, Technik, Texte, Suchmaschinenselten alles in einer Handmeist unter einem Dach
Wie läuft die Abstimmung?kurze Wege, ein Ansprechpartnermehr Beteiligte, feste Abläufe
Wer betreut nach dem Launch?je nach Auslastungmeist als eigenes Angebot
Wie wird abgerechnet?oft nach Stundenoft als Paket oder Festpreis

Die Tabelle zeigt Tendenzen, keine Regeln. Es gibt Freelancer mit festem Netz für die Vertretung und Agenturen, in denen du jede Woche mit jemand anderem sprichst.

Was kostet eine Website beim Freelancer, was bei der Agentur?

Beim Freelancer rechnest du meist in Stunden. Im Bereich Webdesign liegt der Schnitt auf freelancermap bei 70 € je Stunde. Über alle Fachgebiete nennt der Freelancer-Kompass 2026 103 € für den deutschsprachigen Raum. Ein Arbeitstag zu acht Stunden kostet bei 70 € also 560 €. Wie viele Tage deine Website braucht, sollte im Angebot stehen, bevor die Arbeit beginnt.

Bei uns beginnt eine neue Website bei 4.500 € netto, als Marketing Site mit 5 bis 7 Seiten in rund vier Wochen. Eine Brand Site mit 10 bis 20 Seiten beginnt bei 9.800 €, Plattformen und Shops bei 22.000 €. Die meisten unserer Projekte bleiben je nach Aufgabe unter rund 30.000 €. Du bekommst einen Festpreis nach dem Erstgespräch, kein offenes Stundenkonto. Die Pakete stehen unter Website erstellen lassen, alle Preise auf der Preisseite.

Wichtiger als der Satz ist, was im Preis fehlt. Texte, Fotos, Rechtstexte und die Betreuung nach dem Launch stehen nicht in jedem Angebot, beim Freelancer genauso wenig wie bei der Agentur. Frag danach, bevor du Zahlen vergleichst.

Unsicher, wer zu deinem Vorhaben passt?

Schreib uns in zwei Sätzen, was du vorhast. Wir sagen dir werktags innerhalb von 24 Stunden, was es bei uns kosten würde, und auch, wenn ein Freelancer für dich besser passt.

Mit dem Absenden verarbeiten wir deine Angaben, um die Anfrage zu bearbeiten. Näheres in den Datenschutzhinweisen.

Antwort werktags innerhalb von 24 Stunden

Wann ist ein Freelancer die bessere Wahl?

Wenn diese vier Punkte zutreffen:

  • Die Seite ist überschaubar, etwa fünf Seiten ohne Shop, Buchung oder Schnittstelle.
  • Du lieferst Texte und Fotos selbst.
  • Der Freelancer zeigt Referenzen, die du anklicken kannst, am besten aus deiner Branche.
  • Er nennt dir eine Vertretung für Urlaub und Krankheit, schriftlich.

Dann bekommst du kurze Wege und einen festen Menschen, der deine Seite kennt. Das ist viel wert, gerade bei einem kleinen Budget.

Wann lohnt sich eine Agentur?

Wenn eins davon zutrifft:

  • An der Seite hängen Anfragen, Buchungen oder ein Shop. Ein Ausfall kostet also Umsatz.
  • Es kommen mehrere Fächer zusammen: Gestaltung, Technik, Texte, Suchmaschinen, Barrierefreiheit und Datenschutz.
  • Die Seite braucht Schnittstellen, etwa zur Warenwirtschaft, zum CRM oder zu einem Buchungssystem.
  • Nach dem Launch soll jemand dauerhaft zuständig sein, auch im Urlaub.

Zwischen dem Einzelnen und der großen Agentur gibt es ein Mittelfeld: kleine, inhabergeführte Agenturen. Dort sprichst du mit denen, die bauen, und hast trotzdem eine Vertretung. So arbeiten wir seit 1999, mit Büros in Hamburg, Koblenz und Eislingen.

Und was ist mit Baukasten oder KI?

Die dritte Möglichkeit ist, selbst zu bauen: mit einem Baukasten oder einem KI-Werkzeug, das in Minuten einen Entwurf liefert. Für eine Visitenkarte im Netz kann das reichen. Was dir kein Werkzeug abnimmt, sind die Texte, die Rechtstexte, die Barrierefreiheit und die Frage, ob die Seite Anfragen bringt.

Wo ein Baukasten an seine Grenze kommt, steht im Vergleich WordPress oder Homepage-Baukasten. Kurz gesagt: bei einer zweiten Sprache, bei eigenen Funktionen wie Shop oder Buchung und beim Umzug. Wer dort landet, baut meist ein zweites Mal.

Welche acht Fragen stellst du jedem Anbieter?

Diese Fragen stellst du Freelancer und Agentur gleichermaßen. Die Antworten gehören ins Angebot, nicht nur ins Gespräch.

  1. Welche Seiten habt ihr zuletzt gebaut? Lass dir drei Adressen aus den letzten zwei Jahren geben und öffne sie auf dem Telefon. Unsere stehen unter Referenzen.
  2. Wer arbeitet an meiner Seite, und wer vertritt bei Ausfall? Frag nach Namen, nicht nach Rollen.
  3. Womit baut ihr, und warum? Baukasten, Page-Builder oder eigenes Theme haben verschiedene Folgen für Pflege und Umzug. Die Unterschiede stehen im Abschnitt Custom-Theme, Page-Builder oder Baukasten.
  4. Welche Rechte bekomme ich an Gestaltung, Code und Bildern? Sind die Nutzungsarten nicht einzeln benannt, reichen die Rechte nach § 31 Abs. 5 UrhG nur so weit, wie es der Vertragszweck verlangt. Lass dir deshalb schriftlich geben, dass du die Seite ändern und von anderen weiterentwickeln lassen darfst.
  5. Wessen Name steht bei Domain und Hosting? Deiner, nicht der des Anbieters.
  6. Wer liefert Texte und Fotos? Gekaufte Bilder laufen am besten über eine Lizenz auf deinen Namen.
  7. Seht ihr Daten aus meinem Kontaktformular? Dann gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO dazu, beim Freelancer genauso wie bei der Agentur.
  8. Was passiert nach dem Launch? Updates, Backups, Änderungen, Reaktionszeit und Preis, schriftlich. Wie gute Betreuung aussieht, steht im Beitrag Website-Betreuung: Aufgaben, Kosten, Anbieter.

Wie findest du den passenden Anbieter?

Drei Wege, die sich ergänzen:

  • Empfehlungen: Frag Betriebe, deren Website dir gefällt, wer sie gebaut hat. Oft steht es auch unten auf der Seite.
  • Suche mit Branche und Ort, etwa „Webdesign Handwerk Göppingen“. Wer dort weit oben steht, versteht zumindest etwas von Sichtbarkeit.
  • Plattformen wie freelancermap oder freelance.de. Dort siehst du Profile und Stundensätze, die Referenzen prüfst du aber selbst.

Frag dann bei zwei oder drei Anbietern mit derselben Beschreibung an. Sonst vergleichst du Angebote, die verschiedene Dinge meinen. Was ein belastbares Angebot enthält, steht im Beitrag Was kostet eine Website 2026?

Was schreibst du in die erste Anfrage?

Je genauer die Anfrage, desto belastbarer die erste Zahl. Fünf Angaben reichen für den Anfang:

  1. Was die Seite leisten soll: Anfragen, Buchungen, Bewerbungen oder Verkauf.
  2. Wie groß sie ungefähr wird: die Zahl der Seiten und welche es sind.
  3. Wer Texte und Fotos liefert, und ob schon welche da sind.
  4. Was es schon gibt: Domain, alte Website, Logo, Zugänge.
  5. Bis wann sie stehen soll, und welcher Rahmen fürs Budget gilt.

Ein guter Anbieter nennt dir danach eine Zahl oder sagt dir, was ihm noch fehlt. Wer ohne diese Angaben sofort einen Preis nennt, rechnet meist mit einer Vorlage.

Kurz gesagt: Für eine kleine Seite, deren Inhalte du selbst lieferst, reicht ein guter Freelancer mit Vertretung. Hängt an der Seite dein Umsatz, lohnt sich ein Team, das auch nach dem Launch da ist. Und wenn du unsicher bist, stell beiden dieselben acht Fragen.